Bei diesem Objektiv von Pergear handelt es sich um eine manuelles Superweitwinkel-Objektiv mit einer Brennweite von 12 mm (18mm äquivalent für einen Kleinbildsensor) und einer maximalen Blende von f/2.0. Dieses Objektiv ist speziell für spiegellose Systemkameras mit APS-C Bildsensor und E-Mount konzipiert, wie die Kameras der Sony Alpha 6000 Serie. Des Weiteren ist es mit Fuji X, Nikon Z und MFT kompatibel.
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Ich habe dieses Objektiv für euch unter die Lupe genommen und getestet. Die Ergebnisse zur diesem Review sind auf dieser Seite zusammengestellt.
Anmerkung: Dieses Objektiv wurde freundlicherweise durch den Pergear Shop* zur Verfügung gestellt. Trotzdem enthält dieser Testbericht meine eigenen Worte und persönliche Meinung. Dieser Test wurde in keiner Weise durch Pergear oder andere beeinflusst. (Mehr dazu)

Pergear hat dieses manuelle Objektiv vollständig aus Metall gefertigt. Dadurch kommt dieses Objektiv auf ein Gewicht von etwa 300 Gramm.
Die Blende lässt sich von f/2.0 bis f/22 ohne ein Klicken verstellen. Sowohl der Einstellring für die Blende als auch für den Fokus lassen mit einem angenehmen Widerstand verstellen - nicht zu schwer, und nicht zu leicht.
Des Weiteren hat Pergear diesem Objektiv noch mit einem 62 mm Filtergewinde ausgestattet, dieses ist nicht üblich für jedes Superweitwinkelobjektiv.
Je nach Filter kann das Anbringen des Filters bei montierter Gegenlichtblende etwas schwierig sein. Besser gelingt dies nach dem Abnehmen der Gegenlichtblende.
Die Gegenlichtblende besteht ebenfalls aus Metall und wird über ein Schraubgewinde an dem Objektiv befestigt.
Insgesamt ist das Objektiv von Pergear gut verarbeitet. Dadurch macht das Objektiv einen wertigen Eindruck.

Neben der Gegenlichtblende und Objektivdeckel für die Vorder- und Rückseite wird das Objektiv ebenfalls mit einer kleiner Objektivtasche ausgeliefert. Dadurch lässt es sich sicher verstauen.
Im folgenden Abschnitt gehe ich darauf ein, wie sich das Pergear 12mm f/2.0 in der Praxis schlägt und welche Stärken bzw. Schwächen es hat. Dazu werde ich einige Beispielbilder einbinden, die ich mit dem Weitwinkelobjektiv von Pergear aufgenommen habe.
Das wichtigste vor weg. Die Aufnahmen mit dem Pergear 12mm weisen eine anständige Schärfe in der Bildmitte bei offener Blende von f/2.0 auf. Zum Rand hin nimmt die Bildschärfe jedoch ab. Dieses Problem besitzen allerdings die meisten Weitwinkelobjektive. Durch Abblenden (Verkleinern der Blendenöffnung) verbessert sich die Schärfe etwas am Rand und in der Bildmitte gewinnt das Pergear Objektiv auch etwas an Schärfe.

Der Grund für die Randunschärfe, nicht nur für das Pergear 12mm, sondern auch für einige andere Weitwinkelobjektive, ist die unterschiedliche Entfernung zum Objekt in der Bildmitte und am Rand. Dieser Entfernungsunterschied sorgt bei einer geraden Oberfläche dafür, dass die Bildmitte scharf und jedoch der Rand unscharf ist, weil dieser außerhalb des Fokusbereichs ist.

Dieser Effekt minimiert sich mit wachsendem Abstand zum Motiv oder durch Abblenden. Dies sollte beim Fotografieren mit einem Weitwinkelobjektiv, wie dem Pergear 12mm f/2.0, beachtet werden.
Hinsichtlich Streulicht und Blendeflecken (engl. lens flare) bleibt das Pergear nicht verschont. Denn bei direktem oder seitlichen Hineinscheinen von hellen Licht treten erkennbare Blendenflecke (Linsenreflexionen) auf. Durch die mitgelieferte Streulichtblende lassen sich diese Reflexionen durch seitlich einfallendes Licht gut minimieren.

Durch eigene Aufnahmen konnte ich feststellen, dass das Pergear Objektiv relativ gut mir Streulicht umgeht. Wie die Aufnahmen zeigen, sind zwar Linsenreflexionen erkennbar durch das direkt einfallende Licht, allerdings dominieren sie die Aufnahme nicht und es entsteht kein starker Kontrastabfall.
Es mag zwar nicht jeder, aber mir gefällt das Streulicht. Bei bestimmten Motiven kann es dem Foto einen besonderen Charakter verleihen.
Bei dem Punkt Vignettierung (Randabschattung) schlägt sich dieses Objektiv durchschnittlich. Ähnlich zu anderen Ultraweitwinkelobjektiven ist auch bei dem Pergear Objektiv eine Verdunklung zum Bildrand hin zu erkennen (siehe Bild).

Für mich sind diese Vignettierungen noch nicht zu stark, sodass ich diese nicht als störend empfinde. In den meisten Aufnahmen finde ich Vignettierung sogar gut, da es den Blick des Betrachters mehr auf das Motiv lenkt.
Sollte die Vignettierung unerwünscht sein, kann diese mittels eines Bildbearbeitungsprogramms (z.B.: Lightroom) manuell entfernt werden.
Für keine Aufnahmen, die in diesem Test mit dem Pergear 12mm f2.0 gemacht wurden, wurde die Vignettierung nachträglich nicht verändert. Es wurde lediglich der Kontrast und die Sättigung etwas erhöht.
Durch den extrem großen Bildwinkel von etwa 97° zählt dieses Objektiv von Pergear zu den Ultraweitwinkel-Objektiven (bzw. Superweitwinkel). Dieser große Bildwinkel ermöglicht es besonders viel in einer Aufnahme unterzubringen.

Deshalb eignet sich das Pergear 12mm f/2.0 für Landschafts- und Architekturaufnahmen. Beispielsweise können auf einem Städtetrip größere Gebäude aus kürzerer Entfernung fotografiert werden. Des Weiteren taugt das Objektiv gut für Innenaufnahmen, da nicht nur ein großer Ausschnitt des Raumes in dem Foto aufgenommen werden kann. Der Raum wirkt mit diesem Objektiv auch größer.
Neben diesen typischen Einsatzbereichen kann dieses Objektiv natürlich auch für andere Bereiche eingesetzt werden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Das Pergear 12mm f/2.0 ist ein lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv, das komplette manuell gesteuert wird und kein elektronisches Verbindung zur Kamera besitzt. Das Gehäuse sowie die Gegenlichtblende sind aus Metall gefertigt. Insgesamt macht die Verarbeitung einen wertigen Eindruck.
Wie die Testbilder zeigen, liefert das Pergear Objektiv eine solide Bildqualität für seinen günstigen Preis. Bei offener Blende besitzt es in der Bildmitte eine gute Schärfe, abgeblendet über das gesamte Bild. Die Vignettierung dominiert nicht das Bild und lässt sich bei Bedarf in einem Bildbearbeitungsprogramm entfernen.
Für wen eignet sich dieses Objektiv?
Diejenigen Fotografen unter euch, die Wert auf qualitativ hochwertige Aufnahmen legen, werden mit diesem Objektiv nicht so zufrieden werden und sollten lieber etwas mehr in ein Ultraweitwinkelobjektiv investieren.
Eine gute Wahl ist dieses Objektiv jedoch für Einsteiger der Ultraweitwinkelfotografie sowie alle Fotografen, die nur gelegentlich mit diesem Ultraweitwinkel fotografieren wollen oder nach einem günstigem Objektiv suchen und sich mit den Schwächen arrangieren können, um beispielsweise Landschaften, Architektur oder Innenräume zu fotografieren.
Dieses Superweitwinkelobjektiv von Pergear ist konzipiert für spiegellose Systemkameras (DLSMs) mit einem APS-C Bildsensor oder kleiner. Neben der hier vorgestellten Variante für den E-Mount ist das Pergear 12 mm f/2.0 auch für die Bajonettanschlüsse Fuji X , Nikon Z (Z-Mount) und Micro-Four-Third (MFT) verfügbar.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Pergear |
| Bezeichnung | Pergear 12mm f2 |
| Geeignet für | APS-C-Bildsensor |
| Bajonett | E-Mount |
| Objektivtyp | Festbrennweite |
| Brennweite | 12 mm |
| Diagonaler Bildwinkel | 97° |
| Größte Blendenöffnung / Lichtstärke | f/2.0 |
| Kleinste Blendenöffnung | f/22 |
| Autofokus | nein |
| Optischer Bildstabilisator (O.I.S) i | nein |
| Filterdurchmesser ⌀ | 62 mm |
| Minimaler Fokusabstand i | ca. 200 mm |
| Anzahl Blendenlamellen | 10 |
| Linsenelemente | 12 Elemente in 9 Gruppen |
| Abmessungen (Länge x Breite) | 59.6 mm x 66 mm |
| Gewicht | 300 g |
| Shop | Preis | Link |
|---|---|---|
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Erstellt am 20.02.2021 von Max Ranwig